Schutz und Make-up fürs Holz

    Unter dem Begriff chemischer Holzschutz werden verschiedene Schutzarten, aber auch unterschiedliche Schutzmittel zusammengefasst. Während ein Rand- oder Tiefenschutz von Holzbauteilen im Verlauf der Produktion über industrielle Kesseldruck-, Sprüh- oder Tauchverfahren realisiert wird, ist beim eingebauten Holzbauteil nur noch ein Oberflächenschutz in Form von Anstrich- oder Spritzverfahren möglich.

    Industrielle Holzschutzmaßnahmen

    Holz, das für die Verwendung im Außenbereich produziert wird, lässt sich üblicherweise mit Kesseldruckimprägnierungen auf zwei verschiedenen Wegen vor Witterungseinflüssen schützen. Folgende Verfahren kommen in Abhängigkeit vom Holzzustand zum Einsatz:

    • Volltränkung oder Vakuum-Druckverfahren für Holzfeuchten unter 30 %, hier wird in den Zellen ein Vakuum erzeugt, anschließend wird eine Schutzflüssigkeit eingebracht.
    • Wechseldrucktränkung für saftfrische Hölzer, hier wird die Zellflüssigkeit mit Schutzflüssigkeit angereichert.

    Das Kesseldruckverfahren macht weitere Imprägnierungen und Nachbehandlungen überflüssig, lediglich einzelne Stellen wie Bohrlöcher oder Trockenrisse nach dem Einbau müssen nachbehandelt werden.

    Holzschutzmaßnahmen am Holzbauteil

    Zum Schutz der Holzoberflächen sind verschiedene Holzschutzmittel geeignet. Bei den möglichen Streich- und Sprühverfahren wird allerdings nur die Holzoberfläche bis in eine Tiefe von maximal 1 mm geschützt. Deshalb müssen die Anstriche in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Man unterscheidet hier folgende Schutzanstriche:

    • Holzschutz mit Lasur als Dünnschicht- oder Dickschichtlasur. Den Produkten sind Pigmente für den UV-Schutz sowie insekten- und pilzabtötende Mittel zugegeben. Produkte auf Wasserbasis enthalten weniger Schadstoffe, empfehlenswert sind Holzschutzlasuren, die mit dem Blauen Engel oder dem RAL-Gütesiegel gekennzeichnet sind.
    • Holzschutz mit Öl erhält die natürliche Holzstruktur und schützt vor Witterungseinflüssen. Ein üblicher Begriff für diese Mittel im Handel ist Holzöl. Die Schutzmittel basieren auf synthetisch gewonnenen Holzölen, pflanzlichen Ölen oder Öl-Wachs-Gemischen.

    Auch Lacke werden oft als Anstrichmittel für Holz im Außenbereich verwendet. Die Farbanstriche verschließen die Oberfläche und verhindern, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Zu den echten Holzschutzmitteln zählen Lackanstriche dennoch nicht, da in der Regel keine wirksamen Biozide enthalten sind. 

    Oliver Falk

    Maler- und Lackierermeister

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