Neuer Pep durch neuen Lack

    Heizkörper sorgen unauffällig weiß dafür, dass unsere Räume mit Wärme versorgt werden. Sind die Elemente einmal in die Jahre gekommen, sieht man das als erstes am Lack. Was einmal strahlend weiß war, wird unansehnlich gelb oder schmutzig. Da muss neuer Lack her!

    Frischer Lack auf sauberem Grund

    Bevor der Lack auf den Heizkörper kommt, ist einiges an Vorarbeiten nötig. So muss die Umgebung vor Lackspritzern geschützt werden, der Heizkörper selbst bekommt eine gründliche Reinigung. Fett, Staub und andere Verschmutzungen müssen so gut wie möglich entfernt werden, in der Regel ist ein Schleifen der Oberflächen ebenfalls erforderlich. Je gründlicher Heizkörper und Umgebung vom Staub befreit sind, umso makelloser ist das spätere Ergebnis! Ist das Metall sichtbar, muss dort eine Rostschutzgrundierung aufgetragen werden. Nach dem Trocknen des Primers kann der Lackanstrich beginnen. Spezielle Heizkörperpinsel erleichtern die Arbeit.

    Lackieren wie ein Profi

    Das kann im Grunde genommen auch nur der Profi. Neben einem guten Material und dem richtigen Werkzeug ist auch das entsprechende Know How nötig. Für den Flächenanstrich eignet sich eine kleine Rolle aus Lammfell oder Nylon mit einer Florhöhe von ca. 20 mm. Zwischen den Rippen und auf der Rückseite leistet der Heizkörperpinsel mit dem Knick gute Dienste. Optimal wird das Ergebnis mit einem zweiten Lackanstrich. Dazu wird die getrocknete Lackschicht erneut angeschliffen, anschließend wird der Heizkörper komplett lackiert.

    Übrigens: Wenn Sie selbst Hand anlegen, dann achten Sie darauf, dass der Heizkörper komplett kalt ist!

    Der richtige Lack für die Heizkörperlackierung

    Heizkörperlacke sind Speziallacke mit besonderen Eigenschaften, insbesondere was die Reaktion auf Hitze betrifft. Wo normale Lacke bereits in die Grätsche gehen können, kommt der Heizkörperlack noch lässig mit. Wasserbasierte Lacke entwickeln beim ersten Anheizen nur milde Gerüche, sind hitzebeständig bis Temperaturen um die 200 Grad, scheuerbeständig und natürlich auch für die Rohrleitungen geeignet. 

    Oliver Falk

    Maler- und Lackierermeister

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